No cover
Category: Freimaurerei allgemein
Editor: Bauhütten Verlag GmbH
Pages: 248
Location: Hamburg
Year: 1975
N° catalog: E0056

Hits: 12

Lent status: Available

Availability: 1/1

  0 / 0
PoorBest 

Review

Written by Super User

VORWORT

Michel Dierickx S. J., der angesehene Verfasser dieses Buches, legt hier eine so gründliche Arbeit vor, daß sie einer eigenen Empfehlung nicht mehr bedarf. Es gibt in der katholischen Literatur kein vergleichbares Werk über Geschichte, Lehre, Symbolik und Aufbau des Freimaurertums. Darüber hinaus hat das Werk den ganzen Problemkreis bereits im Licht des 11. Vatikanischen Konzils erörtern können. Als Vertreter einer objektiven Wissenschaft, der Historik, spricht der Verfasser den Wunsch und die Hoffnung aus, die katholische Kirche möge ihren Standpunkt gegenüber dem Freimaurertum, wie er vor allem in der kirchlichen Gesetzgebung zum Ausdrukt kommt, revidieren. Er steht damit heute nicht allein da. Die hochstehende katholische Kulturzeitschrift L,a revue nouvelle“ (Brüssel) zum Beispiel hat sich im April und Oktober 1968 ebenso geäußert. Ich möchte mich diesen Initiativen von katholischer Seite, denen viele Freimaurer mit ausgestreckter Hand zuvorkamen, aus ganzem Herzen anschließen. Aber es sei erlaubt, darauf hinzuweisen, daß etwas anderes noch dringlicher ist als die Aufhebung des Kirchenausschlusses bei Katholiken, die sich gegen den Willen ihrer Kirche dem Freimaurertum angeschlossen haben. Mit der Hochschätzung der Gewissensfreiheit, mit der Respektierung der Überzeugung eines jeden Menschen, auch des Atheisten, wie sie feierlich vom letzten Konzil proklamiert wurden, hat die römisch Kirche auf einen Weg zurückgefunden, der für sie lange im Dunkeln lag und auf dem die Freimaurer ihr vorangegangen sind. In dem am 28. August 1968 von F. Kardinal König unterzeichneten Dokument "De dialogo cum non credentibus“ akzeptiert diese Kirche das selbstverständliche Prinzip des Dialogs, daß beide Partner voneinander lernen können und müssen. Das bedeutet: Die Kirche läßt sich nicht in herablassender Geste herbei, mit dem Anders denkenden zu sprechen und ihm Anteil an ihrer Weisheit zu gewähren,sondern sie weiß, daß er in Theorie und Praxis Einsichten hat, über die sie nicht oder nicht deutlich genug verfügt die aber auch für sie wesent lich sind. Zu lange hat die katholische Kirche ignoriert, was ihr das Freimaurerturn werbend oder in herber Kritik zu sagen hatte. Heute steht sie am Anfang eines langen dialogischen Weges, bei dem dieses Buch eine wesentliche und notwendige Hilfe ist.


Herbert Vorgrimler
Professor für katholische Dogmatik an der Theologisdien Fakultät in Luzern
Consultor Secretariatus pro non credentibus

 

Date insert:

Hinweis: Für die Ausleihe von Büchern ist die Anmeldung nötig!